Woher der Name kommt, wer wir sind, und was uns antreibt.
Das Taru Ensemble ist ein international besetztes Kammermusikensemble mit Sitz in Basel. Die Musiker:innen bringen unterschiedliche kulturelle Biografien, Sprachen und musikalische Traditionen mit – sie stammen aus Finnland, der Schweiz, Venezuela und Italien und trafen nach ihrem Studium in den jeweiligen Heimatländern an der Musik-Akademie Basel aufeinander, wo sie begannen, gemeinsam in verschiedenen kammermusikalischen Formationen zu musizieren.
Der Name „Taru" bedeutet auf Hausa – der Verkehrssprache eines Großteils Westafrikas – „sich versammeln". Dieses Zusammenkommen bildet den Kern der Arbeit des Ensembles: Menschen durch Musik miteinander zu verbinden und kulturelle Vielfalt sichtbar zu machen. Im Finnischen trägt „taru" zudem die Bedeutung „Legende" oder „Märchen" – auch das passend, denn jedes musikalische Werk erzählt auf seine Weise eine Geschichte, von Liebe, Krieg, Melancholie oder Schrecken.
Neben künstlerischer Exzellenz legt das Ensemble besonderen Wert auf gesellschaftliche Relevanz und kulturelle Teilhabe. Jede Saison gestaltet Taru Ensemble mehrere Konzertprogramme mit wechselnden Besetzungen – jedes um ein eigenes Thema herum konzipiert: ein Komponist, ein Jubiläum, ein literarischer Stoff, eine künstlerische Strömung, das Porträt einer menschlichen Emotion. So entstehen Brücken zwischen verschiedenen Kulturen, Generationen und Lebenswelten.
Mit besonderer Freude bringt das Ensemble Musik dorthin, wo sie selten zu hören ist – etwa ehrenamtlich in Altenheime und Pflegeeinrichtungen. Ebenso gerne gibt Taru Ensemble seine Erfahrung an die nächste Musikergeneration weiter und bietet ehrenamtlich Kammermusik-Workshops für Schülerinnen und Schüler ausgewählter Musikschulen an. Für die Musiker:innen ist dies weit mehr als ein Engagement – es ist eine der schönsten Formen, Musik zu leben: sie mit anderen zu teilen und der Gesellschaft, die sie trägt, auf diese Weise etwas zurückzugeben.
Mit der Konzertreihe „Vox Mundi" präsentiert das Taru Ensemble in der Saison 2026/27 vier kuratierte Kammermusikprogramme, die unterschiedliche musikalische Traditionen in Beziehung zueinander setzen. Im Zentrum stehen Werke aus verschiedenen geografischen, kulturellen und historischen Kontexten, die durch bewusste Programmierung miteinander ins Gespräch gebracht werden.
Die Programme führen durch unterschiedliche Weltregionen – von Skandinavien und Lateinamerika über Mitteleuropa bis hin zu Afrika und Asien. Dabei verbinden sie Musik verschiedener Epochen und Stilrichtungen und eröffnen vielfältige Perspektiven auf Fragen von Herkunft, Erinnerung und Wandel. Jedes Konzert widmet sich einem eigenen thematischen Schwerpunkt und beleuchtet einen spezifischen Aspekt kultureller Prägung und musikalischer Ausdrucksformen.
Verbindet nordische und lateinamerikanische Klangwelten und stellt kontrastierende geografische Räume einander gegenüber.
Fokussiert auf zwei gegensätzliche ästhetische Haltungen – meditative Klangsprache bei Pēteris Vasks und romantische Intensität bei Johannes Brahms.
Beleuchtet die Schweiz als kulturellen Schnittpunkt zwischen Tradition und zeitgenössischer Entwicklung.
Vereint Werke aus Afrika und Asien und setzt sich mit Fragen von Identität, Erinnerung und Migration auseinander.